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Kompetenzen kultureller Kinder- und Jugendarbeit
Die Jugendkulturarbeit der LKJ ist grundsätzlich in der Lage, alle Kinder und Jugendlichen - unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft - anzusprechen. Sie reagiert auf Veränderungen in der Gesellschaft und dockt an die Lebenssituation der Jugendlichen an. Ihrem Ansatz gemäß wirkt sie sozialen Benachteiligungen entgegen und fördert interkulturelles Leben. Sie fördert ästhetisches Empfinden, kulturelle Eigeninitiative und soziales Verhalten.
Kulturelle Jugendarbeit bietet maßgeschneiderte Angebote und Aktivitäten
für verschiedene Zielgruppen. Mädchen, Jungen, behinderte Jugendliche,
sozial benachteiligte Kinder oder arbeitslose Jugendliche
ebenso wie solche aus anderen Nationen und Kulturkreisen - diesen
Zielgruppen stehen bei den Landesarbeitsgemeinschaften der LKJ spezielle
Projekte offen. Ihrem integrativen Ansatz gemäß, fördert Jugendkulturarbeit
dabei das Miteinander behinderter und nicht behinderter
Jugendlicher sowie interkulturelle Projekte. Dass kulturpädagogisch
aufbereitete Projekte dazu inhaltlich und methodisch besonders geeignet
sind, hat die Praxis in den vergangenen Jahren bewiesen. Präventiv
wirkende Angebote konzentrieren sich auf vernachlässigte Kinder
oder Kinder in Konfliktsituationen, die zum Beispiel von Gewalt
betroffen sind.
Ganz nah an der Lebenswirklichkeit junger Menschen, reagiert Jugendkulturarbeit
auch auf Umbruchphasen wie den Übergang von der Schule
zum Berufsleben. Mobile Aktionen erreichen Kinder und Jugendliche
in Stadtteilen mit Erneuerungsbedarf, in sozialen Brennpunkten
oder im ländlichen Raum. Für Schulkooperation steht ebenfalls ein
breites Spektrum spezifischer Angebote zur Verfügung.
Für Multiplikatoren existieren vielfältige Qualifizierungsmaßnahmen,
die sie bei der Durchführung kultureller Jugendarbeit unterstützen.
Fachspezifische Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen finden
ebenso statt wie Beratungsgespräche und weitere Serviceleisstungen.
Seinen Ideen freien Lauf lassen, experimentieren, sich austesten, gemeinsam
etwas Kreatives schaffen - ohne ein von außen vorgegebenes
Ergebnis erreichen zu müssen - das ist es, was Kinder und Jugendliche
an kulturpädagogischen Angeboten fasziniert. Dem zunehmenden
Wunsch nach Eigenaktivität stellen die Fachbereiche der LKJ
geeignete Konzepte zur Seite, die Eigeninitiative wecken und fördern.
Das Ergebnis sind keine fertigen Projekte, die nur noch »konsumiert«
werden müssen, sondern Angebote zur freien Ausgestaltung. Dabei
sind die Rahmenbedingungen in der Regel gegeben, sei es als Thema
oder grober Handlungsablauf, die Impulse für Aktivitäten gehen jedoch
von den Kindern und Jugendlichen aus.
Das Prinzip der Mitbestimmung, die Partizipation, genießt als ein oberstes Leitziel des Jugendfördergesetzes hohe Priorität. Bereits bei der Konzeption neuer Angebote nehmen die Fachbereiche der LKJ die Interessen ihrer jungen Adressaten auf und entwickeln gemeinsam mit ihnen zeitgemäße kulturelle Programme. Zu diesem Zweck werden unter anderem im Rahmen des Wirksamkeitsdialogs gewonnene Erkenntnisse kontinuierlich ausgewertet und bei der Planung neuer Angebote berücksichtigt. Dort wird beispielsweise gefragt, wie junge Menschen die Angebote der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit beurteilen und welche Verbesserungsvorschläge sie haben. Darüber hinaus lassen sich Erfahrungen auf andere Bereiche der Jugendkulturarbeit übertragen und zur Konzeption neuer Angebote nutzen.
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