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Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit in der Offenen Ganztagsschule
Mit hohen Erwartungen ist die Offene Ganztagsschule im Schuljahr
2003/2004 gestartet. Mehr als Unterricht bieten, Lern- und Lebensort
für Kinder sein, Fachleute aus Schule und Jugendhilfe zusammenführen,
die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern - dies sind
nur einige Ziele des schulischen Modells. Ein wesentlicher Kernpunkt
bei der Realisierung ist die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern
außerhalb der Schule. Dazu zählten von Beginn an auch die Träger
der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit unter dem Dach der LKJ.
Schon jetzt kann man sagen: Das Konzept kommt an. Bei Lehrern, die
Schule als einen Ort ganzheitlicher Bildung verstehen. Bei Eltern, die
sich für ihre Kinder individuelle Förderung wünschen. Und natürlich
bei den Kindern, die Angebote begeistert annehmen und Schule mit
allen Sinnen als (er)lebenswert erfahren. Ein nicht zu unterschätzender
Erfolg, denn die Offene Ganztagsschule orientiert sich ganz bewusst
an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und deren Familien.
Ihr engagiertes Mitwirken ist auch ein Indiz, dass hier ein Angebot
auf einen dringend empfundenen Bedarf getroffen ist. Selten
hat sich dabei ein bildungspolitisches Modell derart intensiv und rasant
entwickelt.
Seit Sommer 2005 gibt es in Nordrhein-Westfalen 1401 Offene Ganztagsgrundschulen
- mehr als in jedem anderen Bundesland. Über
71.000 Schülerinnen und Schüler zwischen sechs und zehn Jahren können
in den Stunden nach dem Unterricht neue Welten kennen lernen,
mit Inhalten in Berührung kommen, die in der Familie, im Lebensumfeld
manchmal fehlen oder zu schwach ausgeprägt sind.
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